Playa del Inglés Gran Canaria: Entsetzen über Kurz-Wehrdienst
Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen haben entsetzt auf die Pläne der künftigen Bundesregierung reagiert, die Wehrpflichtzeit auf sechs Monate zu verkürzen, weil damit große Teile des Zivildienstes gefährdet würden. Vor allem im Rettungsdienst oder in der Pflege könnten Stellen wegfallen, befürchtet Michael Bergmann, Leiter der Arbeitsstelle Zivildienst des Deutschen Caritasverbandes. "Bestimmte Einsatzbereiche werden damit verschwinden", sagte Bergmann.
In ihren Koalitionsverhandlungen hatte Union und FDP die Verkürzung der Wehrpflicht auf sechs Monate diskutiert. Bislang ist aber noch offen, ob es dazu auch kommen wird. Die Liberalen wollen den Wehrdienst ganz abschaffen, FDP-Politiker Werner Hoyer hatte die Kürzung deshalb als "vertretbaren Kompromiss" bezeichnet.
Sollte sich dieser Kompromiss bewahrheiten, stellt sich für Bergmann die Frage, welche Tätigkeiten Zivildienstleistende überhaupt noch übernehmen können. Bereiche, in denen eine Qualifizierung oder Ausbildung notwendig ist, seien dann nur noch schwer vorstellbar. Zumal in die sechsmonatige Dienstzeit noch die vorgeschriebenen Lehrgänge und die Urlaubszeit fielen. Erst im März hatte die alte Bundesregierung beschlossen, ein abschließendes zweites Seminar im Zivildienst einzuführen, das die Qualifikationen und persönlichen Kompetenzen der Dienstleistenden reflektieren soll.
Bergmann zufolge arbeiten derzeit rund 44.000 der insgesamt über 72.000 Zivildienstleistenden im Bereich Pflege, Hilfe und Betreuung, der von einer Kürzung besonders betroffen wäre. Seiner Ansicht nach würde eine sechsmonatige Dienstzeit auf jeden Fall das Aus für die etwa 2000 Ersatzdienstleistenden im Krankentransport bedeuten.
Auch bei den betroffenen Diensten sieht man die Spekulationen um die Dienstzeitverkürzung sehr kritisch. "Dann wird es für den Bereich Krankentransport und Rettungswesen sehr eng", sagte Otto Hildesheim, beim Arbeiter Samariter Bund (ASB) zuständig für den Zivildienst. Wenn es gut Laufe, könne ein Zivildienstleistender nach Einweisung, Ausbildung und praktischer Erfahrung nach etwa drei Monaten bei den Rettungsdiensten eingesetzt werden. "Drei Monate echte Dienstzeit bringt nicht viel", so Hildesheim gegenüber n-tv.de. Dann müssten bestimmte Dienste eingeschränkt oder sogar eingestellt werden. Es sei denn, die Kommunen könnten den Hilfsdiensten hauptamtliches Personal finanzieren. Beim ASB wird Hildesheim zufolge etwa der Fahrdienst ausschließlich von Zivildienstleistenden übernommen.
In ihren Koalitionsverhandlungen hatte Union und FDP die Verkürzung der Wehrpflicht auf sechs Monate diskutiert. Bislang ist aber noch offen, ob es dazu auch kommen wird. Die Liberalen wollen den Wehrdienst ganz abschaffen, FDP-Politiker Werner Hoyer hatte die Kürzung deshalb als "vertretbaren Kompromiss" bezeichnet.
Sollte sich dieser Kompromiss bewahrheiten, stellt sich für Bergmann die Frage, welche Tätigkeiten Zivildienstleistende überhaupt noch übernehmen können. Bereiche, in denen eine Qualifizierung oder Ausbildung notwendig ist, seien dann nur noch schwer vorstellbar. Zumal in die sechsmonatige Dienstzeit noch die vorgeschriebenen Lehrgänge und die Urlaubszeit fielen. Erst im März hatte die alte Bundesregierung beschlossen, ein abschließendes zweites Seminar im Zivildienst einzuführen, das die Qualifikationen und persönlichen Kompetenzen der Dienstleistenden reflektieren soll.
Bergmann zufolge arbeiten derzeit rund 44.000 der insgesamt über 72.000 Zivildienstleistenden im Bereich Pflege, Hilfe und Betreuung, der von einer Kürzung besonders betroffen wäre. Seiner Ansicht nach würde eine sechsmonatige Dienstzeit auf jeden Fall das Aus für die etwa 2000 Ersatzdienstleistenden im Krankentransport bedeuten.
Auch bei den betroffenen Diensten sieht man die Spekulationen um die Dienstzeitverkürzung sehr kritisch. "Dann wird es für den Bereich Krankentransport und Rettungswesen sehr eng", sagte Otto Hildesheim, beim Arbeiter Samariter Bund (ASB) zuständig für den Zivildienst. Wenn es gut Laufe, könne ein Zivildienstleistender nach Einweisung, Ausbildung und praktischer Erfahrung nach etwa drei Monaten bei den Rettungsdiensten eingesetzt werden. "Drei Monate echte Dienstzeit bringt nicht viel", so Hildesheim gegenüber n-tv.de. Dann müssten bestimmte Dienste eingeschränkt oder sogar eingestellt werden. Es sei denn, die Kommunen könnten den Hilfsdiensten hauptamtliches Personal finanzieren. Beim ASB wird Hildesheim zufolge etwa der Fahrdienst ausschließlich von Zivildienstleistenden übernommen.
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