Playa del Inglés Gran Canaria: Schnell Solarstrom aufs Dach?
In Zeiten magerer Renditen bei Geldanlagen sind Alternativen gefragt. Für Eigenheimbesitzer drängt sich die Investition in eine Solarstromanlage förmlich auf. Das sagen nicht nur die Händler, die ihr Geschäft wittern. Auch Fachzeitschriften wie Photon oder die Verbraucherschützer der Stiftung Warentest rechnen den potenziellen Sonnenkraftwerksbetreibern rosige Renditen von über sieben Prozent pro Jahr aus.
Grund für die hohen Renditen sind die stark gefallenen Preise für die Solarmodule. Allein in diesem Jahr betrug der Preisrückgang nach Angaben der Verbraucherzentrale Bayern 25 bis 30 Prozent. Im Vergleich dazu betrug die Einspeisevergütung für im vergangenen Jahr installierte Dachanlagen 46,75 Cent und für in diesem Jahr installierte Dachanlagen 43,01 Cent pro Kilowattstunde. Die Vergütung ist also im Vergleich zum Vorjahr um lediglich acht Prozent gesunken. Dies ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) so festgeschrieben. 2010 wird die Einspeisevergütung erneut um acht Prozent geringer ausfallen und beträgt dann 39,57 Cent pro Kilowattstunde.
Für die eigene Solarstromanlage auf dem Dach ist für die Vergütung nur entscheidend, in welchem Jahr die Anlage in Betrieb genommen wurde. Der dann gültige Kilowattstrompreis bleibt für 20 Jahre konstant und gilt bis zum 31. Dezember des Folgejahres – also für im November 2009 installierte Anlagen bis zum 31. Dezember 2029. Diese Stichtagsregelung machen sich nicht ausgelastete Installateure zunutze und werben damit, noch in diesem Jahr eine Anlage zu installieren, um sich die höhere Vergütung zu sichern.
Ob das sinnvoll ist, ist jedoch mehr als fraglich. Dafür gibt es mehrere Gründe. Solarstromanlage ist nicht gleich Solarstromanlage. Wie auch beim Autokauf, muss man sich vorher darüber bewusst werden, was genau man möchte und sich darüber beraten lassen, welche Module, welcher Wechselrichter und welches Dachmontagesystem zum Einsatz kommen soll. Pauschal kann da wenig empfohlen werden, da die Anlage individuell auf das jeweilige Hausdach abgestimmt werden muss.
Dabei sind die Ausrichtung des Dachs, die Dachneigung und eventuelle Verschattungen mit einzubeziehen. So ist es unter Umständen sinnvoll die einzelnen Module, die zu Ringen zusammengeschaltet werden, bei Verschattung anders zu verschalten als ohne Verschattung. Die Wahl des Wechselrichters, der den Gleichstrom der Solaranlage in den für die Einspeisung notwendigen Wechselstrom umwandelt, hängt nicht zuletzt von der Anzahl der Module und der daraus resultierenden Strommenge ab. So kann es unter Umständen unter Renditegesichtspunkten sinnvoll sein, nicht das komplette Dach zuzupflastern, sondern auf einige Module zu verzichten, um die Gesamtanlage optimal zu konfektionieren.
Sinnvollerweise holt man bei einer Investition von rund 20.000 Euro mehrere Angebote ein, die immer mit einem Besichtigungs- und Beratungstermin des Solarteurs einhergehen. All dies erfordert viel Zeit, so dass seriös geplant die Solarstromanlage in diesem Jahr wahrscheinlich gar nicht mehr in Betrieb genommen werden kann. Bedenken sollte man auch, dass auf einem vereisten oder schneebedeckten Dach die Installation kaum möglich ist. Entscheidend für die Vergütung ist aber nicht der Planungsbeginn sondern die Inbetriebnahme der Anlage.
Zudem ist es so gut wie sicher, dass die Preisrückgang für Solarstromanlagen auch im kommenden Jahr höher ausfällt als die Reduzierung der Einspeisevergütung. Dem Branchenmagazin Photon liegen bereits jetzt Preislisten für Solarmodule für das kommende Jahr vor, woraus sich ein entsprechender Preisrückgang ablesen lässt. Hinzu kommt, dass in den Monaten November bis Februar die Ausbeute der Anlage ohnehin gering ist und dass eine beispielsweise im Februar 2010 installierte Anlage eine neun Monate längere garantierte Einspeisevergütung erhält, als eine im Dezember 2009 errichtete Anlage.
Bei einem so starken Preisverfall ist zwar irgendwann damit zu rechnen, dass die neue schwarz-gelbe Bundesregierung das EEG anpassen wird. Eine übermäßige Solarsubvention, die zu Spitzenrenditen führt, ist aus staatlicher Sicht nicht sinnvoll. Selbst Solarworld-Chef Frank Asbeck hat sich im September dafür ausgesprochen, die Solarförderung zu kappen. Dies wird aber zumindest in der ersten Jahreshälfte 2010 wohl kaum der Fall sein.
Fazit: Jetzt noch schnell eine Solarstromanlage von einem vielleicht nicht kompetenten Anbieter zu installieren lassen, ist nicht sinnvoll. Sowohl die Sorgfalt bei Planung und Auswahl, also auch die Preisentwicklung bei den Anlagen sprechen gegen eine übereilte Investition in diesem Jahr.
Grund für die hohen Renditen sind die stark gefallenen Preise für die Solarmodule. Allein in diesem Jahr betrug der Preisrückgang nach Angaben der Verbraucherzentrale Bayern 25 bis 30 Prozent. Im Vergleich dazu betrug die Einspeisevergütung für im vergangenen Jahr installierte Dachanlagen 46,75 Cent und für in diesem Jahr installierte Dachanlagen 43,01 Cent pro Kilowattstunde. Die Vergütung ist also im Vergleich zum Vorjahr um lediglich acht Prozent gesunken. Dies ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) so festgeschrieben. 2010 wird die Einspeisevergütung erneut um acht Prozent geringer ausfallen und beträgt dann 39,57 Cent pro Kilowattstunde.
Für die eigene Solarstromanlage auf dem Dach ist für die Vergütung nur entscheidend, in welchem Jahr die Anlage in Betrieb genommen wurde. Der dann gültige Kilowattstrompreis bleibt für 20 Jahre konstant und gilt bis zum 31. Dezember des Folgejahres – also für im November 2009 installierte Anlagen bis zum 31. Dezember 2029. Diese Stichtagsregelung machen sich nicht ausgelastete Installateure zunutze und werben damit, noch in diesem Jahr eine Anlage zu installieren, um sich die höhere Vergütung zu sichern.
Ob das sinnvoll ist, ist jedoch mehr als fraglich. Dafür gibt es mehrere Gründe. Solarstromanlage ist nicht gleich Solarstromanlage. Wie auch beim Autokauf, muss man sich vorher darüber bewusst werden, was genau man möchte und sich darüber beraten lassen, welche Module, welcher Wechselrichter und welches Dachmontagesystem zum Einsatz kommen soll. Pauschal kann da wenig empfohlen werden, da die Anlage individuell auf das jeweilige Hausdach abgestimmt werden muss.
Dabei sind die Ausrichtung des Dachs, die Dachneigung und eventuelle Verschattungen mit einzubeziehen. So ist es unter Umständen sinnvoll die einzelnen Module, die zu Ringen zusammengeschaltet werden, bei Verschattung anders zu verschalten als ohne Verschattung. Die Wahl des Wechselrichters, der den Gleichstrom der Solaranlage in den für die Einspeisung notwendigen Wechselstrom umwandelt, hängt nicht zuletzt von der Anzahl der Module und der daraus resultierenden Strommenge ab. So kann es unter Umständen unter Renditegesichtspunkten sinnvoll sein, nicht das komplette Dach zuzupflastern, sondern auf einige Module zu verzichten, um die Gesamtanlage optimal zu konfektionieren.
Sinnvollerweise holt man bei einer Investition von rund 20.000 Euro mehrere Angebote ein, die immer mit einem Besichtigungs- und Beratungstermin des Solarteurs einhergehen. All dies erfordert viel Zeit, so dass seriös geplant die Solarstromanlage in diesem Jahr wahrscheinlich gar nicht mehr in Betrieb genommen werden kann. Bedenken sollte man auch, dass auf einem vereisten oder schneebedeckten Dach die Installation kaum möglich ist. Entscheidend für die Vergütung ist aber nicht der Planungsbeginn sondern die Inbetriebnahme der Anlage.
Zudem ist es so gut wie sicher, dass die Preisrückgang für Solarstromanlagen auch im kommenden Jahr höher ausfällt als die Reduzierung der Einspeisevergütung. Dem Branchenmagazin Photon liegen bereits jetzt Preislisten für Solarmodule für das kommende Jahr vor, woraus sich ein entsprechender Preisrückgang ablesen lässt. Hinzu kommt, dass in den Monaten November bis Februar die Ausbeute der Anlage ohnehin gering ist und dass eine beispielsweise im Februar 2010 installierte Anlage eine neun Monate längere garantierte Einspeisevergütung erhält, als eine im Dezember 2009 errichtete Anlage.
Bei einem so starken Preisverfall ist zwar irgendwann damit zu rechnen, dass die neue schwarz-gelbe Bundesregierung das EEG anpassen wird. Eine übermäßige Solarsubvention, die zu Spitzenrenditen führt, ist aus staatlicher Sicht nicht sinnvoll. Selbst Solarworld-Chef Frank Asbeck hat sich im September dafür ausgesprochen, die Solarförderung zu kappen. Dies wird aber zumindest in der ersten Jahreshälfte 2010 wohl kaum der Fall sein.
Fazit: Jetzt noch schnell eine Solarstromanlage von einem vielleicht nicht kompetenten Anbieter zu installieren lassen, ist nicht sinnvoll. Sowohl die Sorgfalt bei Planung und Auswahl, also auch die Preisentwicklung bei den Anlagen sprechen gegen eine übereilte Investition in diesem Jahr.
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