Playa del Inglés Gran Canaria: Deutschland feiert Fall der Mauer
Mit zahlreichen Gästen aus aller Welt feiert Berlin heute den Mauerfall vor genau 20 Jahren. Bundeskanzlerin Merkel sagte, der 9. November 1989 sei "der glücklichste Tag der jüngeren deutschen Geschichte". US-Außenministerin Clinton würdigte den Fall der Mauer als eines der wichtigsten Ereignisse des 20. Jahrhunderts.
Zu den Feiern kommen unter anderem der russische Präsident Dmitri Medwedew, US-Außenministerin Hillary Clinton, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, der polnische Ex-Präsident Lech Walesa und der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow. Mit Gorbatschow und Walesa geht Merkel am Nachmittag über die Bornholmer Brücke. Dort wurde am Abend des 9. November 1989 der erste innerstädtische Grenzübergang geöffnet.
Mit Walesa und Gorbatschow würdigt Merkel zwei Personen, die von außen zum Erfolg der Revolution in der DDR beitrugen: Die von Walesa geführte Gewerkschaft "Solidarnosc" hatte in den 1980er Jahren die Grundfeste des Kommunismus ins Wanken gebracht, Gorbatschow ließ die sozialistischen "Bruderstaaten" gewähren. "Sie haben nicht eingegriffen. Und das war, lieber Michail Gorbatschow, sehr, sehr viel", sagte Merkel am Sonntag bei der Eröffnung des deutsch-deutschen Museums Villa Schöningen an der Glienicker Brücke.
In ihrem wöchentlichen Video-Podcast würdigte Merkel auch den Beitrag der Bürgerrechtler und Kirchen zur friedlichen Revolution vor 20 Jahren. Diese hätten "durch ihr mutiges Eintreten für Freiheit und Demokratie ganz wesentlich dazu beigetragen, dass die Maueröffnung möglich wurde". Merkel sagte, der 9. November 1989sei "der glücklichste Tag der jüngeren deutschen Geschichte". Mit der Maueröffnung vor 20 Jahren sei der Weg für die deutsche Einheit gebahnt worden. "Dieser Tag hat das Leben vieler Menschen verändert - auch mein Leben." In der "Bild"-Zeitung gab die Kanzlerin zu, sie habe zu DDR-Zeiten nicht damit gerechnet, dass sie den Fall der Mauer und damit das Ende der DDR erleben würde.
US-Außenministerin Hillary Clinton würdigte den Fall der Mauer am Sonntagabend als eines der wichtigsten Ereignisse des 20. Jahrhunderts. Er habe "die Landschaft eines Kontinents verändert", sagte sie bei ihrem ersten Deutschland-Besuch als Ministerin. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sagte bei derselben Veranstaltung, Deutschland sei dem amerikanischen Volk heute noch "sehr dankbar" für die damalige Hilfe. Die Mauer sei jedoch "nicht gefallen". "Sie wurde eingedrückt. Von Menschen, und zwar von Osten nach Westen. Sie wurde umgestürzt, abgetragen, niedergerissen, in einer friedlichen Revolution."
Nach einem Bericht der Zeitschrift "Super-Illu" sollen die früheren DDR-Oppositionellen Christoph Wonneberger, Siegbert Schefke und Aram Radomski am 26. November für ihre Schlüsselrolle in der friedlichen Revolution mit dem Medienpreis "Bambi" ausgezeichnet werden. Der evangelische Pfarrer Christoph Wonneberger war ein Organisator der Leipziger Friedensgebete, von denen die Montagsdemonstrationen ausgingen, der Journalist Siegbert Schefke und der Fotograf Aram Radomski filmten die Montagsdemonstration vom 9. Oktober und sorgten so dafür, dass der Erfolg der Revolution über die westdeutschen Medien DDR-weit bekannt wurde.
Bereits am Wochenende strömten zehntausende Besucher zu den Hauptschauplätzen des Mauerfalls in Berlin. Besonderer Anziehungspunkt ist die Domino-Galerie - ein symbolischer Nachbau der Mauer aus 1000 bemalten Styropor-Dominosteinen nahe dem ehemaligen Mauerverlauf zwischen Potsdamer Platz, Brandenburger Tor und Reichstag. Zum Höhepunkt der Feiern am Montagabend sollen Lech Walesa sowie der frühere ungarische Ministerpräsident Miklos Nemeth die ersten Steine umstoßen und damit die Mauer zu Fall bringen. Damit soll auch die Rolle Ungarns beim Fall der Mauer gewürdigt werden: Unter der Regierung Nemeth wurden im Sommer 1989 die ungarisch-österreichischen Grenzanlagen eingerissen.
Während Frankreichs Präsident in Berlin mitfeiert, findet in der französischen Hauptstadt die größte Mauerfall-Feier außerhalb Deutschlands statt. Dazu werden am Montagabend tausende Franzosen auf der Pariser Place de la Concorde erwartet. Eine Licht- und Tonschau soll per Live-Schaltung mit dem Festakt in Berlin verknüpft werden.
Rund 100 Künstler, Sänger und Musiker werden auf der Place de la Concorde künstlerisch den Weg von der Teilung Europas hin zur Wiedervereinigung aufzeigen. Auch in London und Los Angeles stehen die Feierlichkeiten zum Mauerfall im Zeichen der Kunst.
In einer Umfrage bezeichneten 79 Prozent der Deutschen den Mauerfall als Glücksfall. Allerdings vertraten in der für die "Leipziger Volkszeitung" erhobenen Befragung zwölf Prozent oder jeder Achte die Meinung, die Mauer sollte schnell wieder errichtet werden. Unter denen, die die Mauer wieder haben wollen, seien vor allem Arbeitslose, Arbeiter und Wähler der Linken, berichtete die Zeitung.
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sagte, es sei verständlich, dass sich viele Ostdeutsche angesichts ihrer Erfahrungen mit den Westdeutschen und der hohen Arbeitslosigkeit als Deutsche zweiter Klasse fühlten. Es werde noch dauern, bis dieses Gefühl verschwinde, sagte er der "Bild am Sonntag". Hingegen erklärte der für den Aufbau Ost zuständige Bundesinnenminister Thomas de Maiziere, für ein Unterlegenheitsgefühl der Ostdeutschen gebe es keinen Grund mehr. In zehn Jahren würden die ostdeutschen Bundesländer annähernd auf dem gleichen wirtschaftlichen Niveau sein, wie der Durchschnitt der westlichen Länder, sagte er der "Welt am Sonntag".
Zu den Feiern kommen unter anderem der russische Präsident Dmitri Medwedew, US-Außenministerin Hillary Clinton, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, der polnische Ex-Präsident Lech Walesa und der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow. Mit Gorbatschow und Walesa geht Merkel am Nachmittag über die Bornholmer Brücke. Dort wurde am Abend des 9. November 1989 der erste innerstädtische Grenzübergang geöffnet.
Mit Walesa und Gorbatschow würdigt Merkel zwei Personen, die von außen zum Erfolg der Revolution in der DDR beitrugen: Die von Walesa geführte Gewerkschaft "Solidarnosc" hatte in den 1980er Jahren die Grundfeste des Kommunismus ins Wanken gebracht, Gorbatschow ließ die sozialistischen "Bruderstaaten" gewähren. "Sie haben nicht eingegriffen. Und das war, lieber Michail Gorbatschow, sehr, sehr viel", sagte Merkel am Sonntag bei der Eröffnung des deutsch-deutschen Museums Villa Schöningen an der Glienicker Brücke.
In ihrem wöchentlichen Video-Podcast würdigte Merkel auch den Beitrag der Bürgerrechtler und Kirchen zur friedlichen Revolution vor 20 Jahren. Diese hätten "durch ihr mutiges Eintreten für Freiheit und Demokratie ganz wesentlich dazu beigetragen, dass die Maueröffnung möglich wurde". Merkel sagte, der 9. November 1989sei "der glücklichste Tag der jüngeren deutschen Geschichte". Mit der Maueröffnung vor 20 Jahren sei der Weg für die deutsche Einheit gebahnt worden. "Dieser Tag hat das Leben vieler Menschen verändert - auch mein Leben." In der "Bild"-Zeitung gab die Kanzlerin zu, sie habe zu DDR-Zeiten nicht damit gerechnet, dass sie den Fall der Mauer und damit das Ende der DDR erleben würde.
US-Außenministerin Hillary Clinton würdigte den Fall der Mauer am Sonntagabend als eines der wichtigsten Ereignisse des 20. Jahrhunderts. Er habe "die Landschaft eines Kontinents verändert", sagte sie bei ihrem ersten Deutschland-Besuch als Ministerin. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sagte bei derselben Veranstaltung, Deutschland sei dem amerikanischen Volk heute noch "sehr dankbar" für die damalige Hilfe. Die Mauer sei jedoch "nicht gefallen". "Sie wurde eingedrückt. Von Menschen, und zwar von Osten nach Westen. Sie wurde umgestürzt, abgetragen, niedergerissen, in einer friedlichen Revolution."
Nach einem Bericht der Zeitschrift "Super-Illu" sollen die früheren DDR-Oppositionellen Christoph Wonneberger, Siegbert Schefke und Aram Radomski am 26. November für ihre Schlüsselrolle in der friedlichen Revolution mit dem Medienpreis "Bambi" ausgezeichnet werden. Der evangelische Pfarrer Christoph Wonneberger war ein Organisator der Leipziger Friedensgebete, von denen die Montagsdemonstrationen ausgingen, der Journalist Siegbert Schefke und der Fotograf Aram Radomski filmten die Montagsdemonstration vom 9. Oktober und sorgten so dafür, dass der Erfolg der Revolution über die westdeutschen Medien DDR-weit bekannt wurde.
Bereits am Wochenende strömten zehntausende Besucher zu den Hauptschauplätzen des Mauerfalls in Berlin. Besonderer Anziehungspunkt ist die Domino-Galerie - ein symbolischer Nachbau der Mauer aus 1000 bemalten Styropor-Dominosteinen nahe dem ehemaligen Mauerverlauf zwischen Potsdamer Platz, Brandenburger Tor und Reichstag. Zum Höhepunkt der Feiern am Montagabend sollen Lech Walesa sowie der frühere ungarische Ministerpräsident Miklos Nemeth die ersten Steine umstoßen und damit die Mauer zu Fall bringen. Damit soll auch die Rolle Ungarns beim Fall der Mauer gewürdigt werden: Unter der Regierung Nemeth wurden im Sommer 1989 die ungarisch-österreichischen Grenzanlagen eingerissen.
Während Frankreichs Präsident in Berlin mitfeiert, findet in der französischen Hauptstadt die größte Mauerfall-Feier außerhalb Deutschlands statt. Dazu werden am Montagabend tausende Franzosen auf der Pariser Place de la Concorde erwartet. Eine Licht- und Tonschau soll per Live-Schaltung mit dem Festakt in Berlin verknüpft werden.
Rund 100 Künstler, Sänger und Musiker werden auf der Place de la Concorde künstlerisch den Weg von der Teilung Europas hin zur Wiedervereinigung aufzeigen. Auch in London und Los Angeles stehen die Feierlichkeiten zum Mauerfall im Zeichen der Kunst.
In einer Umfrage bezeichneten 79 Prozent der Deutschen den Mauerfall als Glücksfall. Allerdings vertraten in der für die "Leipziger Volkszeitung" erhobenen Befragung zwölf Prozent oder jeder Achte die Meinung, die Mauer sollte schnell wieder errichtet werden. Unter denen, die die Mauer wieder haben wollen, seien vor allem Arbeitslose, Arbeiter und Wähler der Linken, berichtete die Zeitung.
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sagte, es sei verständlich, dass sich viele Ostdeutsche angesichts ihrer Erfahrungen mit den Westdeutschen und der hohen Arbeitslosigkeit als Deutsche zweiter Klasse fühlten. Es werde noch dauern, bis dieses Gefühl verschwinde, sagte er der "Bild am Sonntag". Hingegen erklärte der für den Aufbau Ost zuständige Bundesinnenminister Thomas de Maiziere, für ein Unterlegenheitsgefühl der Ostdeutschen gebe es keinen Grund mehr. In zehn Jahren würden die ostdeutschen Bundesländer annähernd auf dem gleichen wirtschaftlichen Niveau sein, wie der Durchschnitt der westlichen Länder, sagte er der "Welt am Sonntag".
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