Playa del Inglés Gran Canaria: Großer Auftritt in Washington
Angela Merkel spricht heute als erste Bundeskanzlerin und fünfte Deutsche vor dem Kongress der USA. Der Dank für die Hilfe bei der Wiedervereinigung dürfte dabei im Mittelpunkt stehen. Um den Klimaschutz geht es bei einem kurzen Gespräch mit Obama. Allerdings rechnet niemand mehr mit einem verbindlichen Klima-Abkommen im Dezember.
Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zu einem Besuch in Washington eingetroffen. Sie wird bei ihrer Stippvisite mit US-Präsident Barack Obama zusammentreffen und dann vor dem US-Kongress eine Rede halten. Eine solche Rede vor den Vertretern des Senats und des Repräsentantenhauses gilt als große Ehre: Vor Merkel durfte kein Bundeskanzler vor beiden Häusern gleichzeitig reden. Konrad Adenauer sprach zwar 1957 vor dem US-Kongress - jedoch hielt er getrennte Ansprachen vor beiden Parlamentskammern.
Merkel will vor dem Kongress für den amerikanischen Beitrag zur deutschen Einheit danken, aber auch auf aktuelle Fragen eingehen. Merkel ist der 104. Staatsgast, dem die Ehre einer gemeinsamen Kongress-Sitzung zuteil wird. Zugleich ist sie in dieser Liste erst die 10. Frau. Am häufigsten wurde diese Ehre bislang Gästen aus Großbritannien und Frankreich zuteil, die jeweils auf acht Einladungen kommen. Aus Deutschland reisten bislang vier Gäste für Reden vor einer gemeinsamen Kongress-Sitzung an. Es waren die Bundespräsidenten Theodor Heuss (1958), Walter Scheel (1975), Karl Carstens (1983) und Richard von Weizsäcker (1992).
Zentrale Themen bei dem nur halbstündigen Gespräch mit Obama sollen der Klimaschutz, die Weltwirtschaftskrise und der Krieg in Afghanistan sein. Obama hatte am Montag erneut seinen Willen zu einem erfolgreichen Abschluss der UN-Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen betont. "Wir sind zuversichtlich, dass wir eine wichtige Übereinkunft erzielen können, wenn alle Staaten, die involviert sind, die einmalige Gelegenheit erkennen", sagte Obama nach einem Treffen mit dem EU-Ratspräsidenten, dem schwedischen Ministerpräsidenten Fredrik Reinfeldt.
Klimaschützer sind allerdings der Auffassung, dass gerade die USA diese Gelegenheit noch keineswegs erkannt haben. "Die USA sind das Hauptproblem", sagte Greenpeace-Koordinator Martin Kaiser am Montag in Barcelona, wo derzeit die letzte Verhandlungsrunde zur Vorbereitung der Konferenz von Kopenhagen läuft.
Mit einem verbindlichen Klimaschutz-Abkommen rechnet ohnehin niemand mehr. Auch Obama sagte, er erwarte in Kopenhagen nur "einen wichtigen Schritt vorwärts", der "die Grundlagen für weiteren Fortschritt in der Zukunft" legen würde. Obama trifft heute erneut mit Reinfeldt zusammen. An diesem Gespräch wird auch EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso teilnehmen. Barroso und Reinfeldt wollen bei Obama für ein möglichst weitgehendes Klima-Abkommen werben. Ein solcher Gipfel der Spitzen von USA und EU findet alle sechs Monate statt.
Die Weltklimakonferenz von Kopenhagen wird seit zwei Jahren intensiv vorbereitet. Seit Monaten zeichnet sich ab, dass die großen Akteure die Vorbereitungsrunden vor allem dazu nutzen, Forderungen an die Gegenseite zu stellen, ohne selbst Kompromissbereitschaft zu zeigen. Auch die EU hat sich nur auf ein unklares Verhandlungsmandat geeinigt. Gegen konkrete Festlegungen hatten sich vor allem Merkel und die Vertreter der osteuropäischen Mitgliedsländer gewandt. Ursprünglich sollte in Kopenhagen ein Nachfolgeabkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll beschlossen werden. Die Konferenz findet vom 7. bis 18. Dezember statt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zu einem Besuch in Washington eingetroffen. Sie wird bei ihrer Stippvisite mit US-Präsident Barack Obama zusammentreffen und dann vor dem US-Kongress eine Rede halten. Eine solche Rede vor den Vertretern des Senats und des Repräsentantenhauses gilt als große Ehre: Vor Merkel durfte kein Bundeskanzler vor beiden Häusern gleichzeitig reden. Konrad Adenauer sprach zwar 1957 vor dem US-Kongress - jedoch hielt er getrennte Ansprachen vor beiden Parlamentskammern.
Merkel will vor dem Kongress für den amerikanischen Beitrag zur deutschen Einheit danken, aber auch auf aktuelle Fragen eingehen. Merkel ist der 104. Staatsgast, dem die Ehre einer gemeinsamen Kongress-Sitzung zuteil wird. Zugleich ist sie in dieser Liste erst die 10. Frau. Am häufigsten wurde diese Ehre bislang Gästen aus Großbritannien und Frankreich zuteil, die jeweils auf acht Einladungen kommen. Aus Deutschland reisten bislang vier Gäste für Reden vor einer gemeinsamen Kongress-Sitzung an. Es waren die Bundespräsidenten Theodor Heuss (1958), Walter Scheel (1975), Karl Carstens (1983) und Richard von Weizsäcker (1992).
Zentrale Themen bei dem nur halbstündigen Gespräch mit Obama sollen der Klimaschutz, die Weltwirtschaftskrise und der Krieg in Afghanistan sein. Obama hatte am Montag erneut seinen Willen zu einem erfolgreichen Abschluss der UN-Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen betont. "Wir sind zuversichtlich, dass wir eine wichtige Übereinkunft erzielen können, wenn alle Staaten, die involviert sind, die einmalige Gelegenheit erkennen", sagte Obama nach einem Treffen mit dem EU-Ratspräsidenten, dem schwedischen Ministerpräsidenten Fredrik Reinfeldt.
Klimaschützer sind allerdings der Auffassung, dass gerade die USA diese Gelegenheit noch keineswegs erkannt haben. "Die USA sind das Hauptproblem", sagte Greenpeace-Koordinator Martin Kaiser am Montag in Barcelona, wo derzeit die letzte Verhandlungsrunde zur Vorbereitung der Konferenz von Kopenhagen läuft.
Mit einem verbindlichen Klimaschutz-Abkommen rechnet ohnehin niemand mehr. Auch Obama sagte, er erwarte in Kopenhagen nur "einen wichtigen Schritt vorwärts", der "die Grundlagen für weiteren Fortschritt in der Zukunft" legen würde. Obama trifft heute erneut mit Reinfeldt zusammen. An diesem Gespräch wird auch EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso teilnehmen. Barroso und Reinfeldt wollen bei Obama für ein möglichst weitgehendes Klima-Abkommen werben. Ein solcher Gipfel der Spitzen von USA und EU findet alle sechs Monate statt.
Die Weltklimakonferenz von Kopenhagen wird seit zwei Jahren intensiv vorbereitet. Seit Monaten zeichnet sich ab, dass die großen Akteure die Vorbereitungsrunden vor allem dazu nutzen, Forderungen an die Gegenseite zu stellen, ohne selbst Kompromissbereitschaft zu zeigen. Auch die EU hat sich nur auf ein unklares Verhandlungsmandat geeinigt. Gegen konkrete Festlegungen hatten sich vor allem Merkel und die Vertreter der osteuropäischen Mitgliedsländer gewandt. Ursprünglich sollte in Kopenhagen ein Nachfolgeabkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll beschlossen werden. Die Konferenz findet vom 7. bis 18. Dezember statt.
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