Playa del Inglés Gran Canaria: Ex-Guerillero wird Präsident
Er gehörte in den 1960er Jahren zur Guerilla, saß mehr als zehn Jahre im Gefängnis und trat nun für das linke Regierungsbündnis "Breite Front" an: José Mujica. Der 74-Jährige gewinnt in der Stichwahl um das uruguayische Präsidentenamt am Sonntag klar vor seinem konservativen Widersacher.
Für den Kandidaten des linken Regierungsbündnisses Breite Front (Frente Amplio) und dessen Vize, den früheren Wirtschaftsminister Danilo Astori, stimmten nach übereinstimmenden Angaben aller drei Umfrageinstitute etwa 51 Prozent. Mujicas Gegenspieler, der konservative Ex-Präsident Luis Alberto Lacalle (1990-1995), kam demnach auf 44 Prozent. Auch die ersten offiziellen Teilergebnisse bestätigten diesen Trend.
Mujica war als klarer Favorit in die Abstimmung gegangen. Seinem in der Stichwahl unterlegenen Widersacher, dem konservativen früheren Staatschef Luis Alberto Lacalle (1990-1995), zollte Mujica in seiner Siegesrede vor tausenden jubelnden Anhängern ausdrücklich Respekt. "Heute ist ein Tag der Freude. Aber wir wissen auch, dass es heute Landsleute gibt, die unglücklich sind und niemand sollte den Fehler begehen, sie zu beileidigen", sagte der 75-Jährige im Zentrum der Hauptstadt Montevideo. "Weder Sieger noch Besiegte", fügte er hinzu. Lacalle erkannte unterdessen seine Niederlage an. "José Mujica wird ab 1. März auch unser Präsident sein", sagte der konservative Politiker.
Mujica kündigte an, er werde mit allen politischen Kräften in Uruguay darüber sprechen, wie das Land gemeinsam nach vorne gebracht werden könne. "Dies hier (die gewählte Regierung) ist etwas Vorübergehendes. Das Dauerhafte ist nur das Volk", sagte Mujica. "Arm dran ist derjenige, der meint, die Macht sei bei denen da oben, und der nicht merkt, dass die wahre Macht im Herzen des Volkes ist", fügte er unter Applaus hinzu. "Es hat mich die Zeit eines Lebens gekostet, dass zu lernen. Wir werden Fehler machen, bestimmt, aber wir werden den Problemen nie den Rücken kehren", versprach der Wahlsieger, der sein Amt am 1. März antreten wird.
Der 74-jährige Mujica ist wegen seiner Vergangenheit in Uruguay nicht unumstritten. In den 60er Jahren gehörte er zu den Gründern der Tupamaros-Stadtguerilla. Während der Diktatur in den 70er und 80er Jahren saß er 14 Jahre im Gefängnis. Von 2005 bis 2008 war er Landwirtschaftsminister. In Umfragen hatte er zuletzt bis zu acht Prozentpunkte vor seinem Kontrahenten gelegen. Lacalle hatte im ersten Wahlgang rund 28 Prozent erreicht und am Sonntag auf die Stimmen von Anhängern gescheiterter Kandidaten gehofft.
Der beliebte Amtsinhaber Vázquez, der als erster Linkspolitiker an die Spitze Uruguays gewählt worden war, scheidet mit einer Rekordzustimmung von 71 Prozent aus dem Amt. In seiner Amtszeit hatte er die Arbeitslosigkeit gedrückt und den Anteil der Armen in der Bevölkerung zwischen 2007 und 2008 von 26 auf 20,5 Prozent verringert. Mujica hatte angekündigt, im Falle eines Wahlsiegs die moderate, reformorientierte Politik seines Vorgängers fortzusetzen.
Für den Kandidaten des linken Regierungsbündnisses Breite Front (Frente Amplio) und dessen Vize, den früheren Wirtschaftsminister Danilo Astori, stimmten nach übereinstimmenden Angaben aller drei Umfrageinstitute etwa 51 Prozent. Mujicas Gegenspieler, der konservative Ex-Präsident Luis Alberto Lacalle (1990-1995), kam demnach auf 44 Prozent. Auch die ersten offiziellen Teilergebnisse bestätigten diesen Trend.
Mujica war als klarer Favorit in die Abstimmung gegangen. Seinem in der Stichwahl unterlegenen Widersacher, dem konservativen früheren Staatschef Luis Alberto Lacalle (1990-1995), zollte Mujica in seiner Siegesrede vor tausenden jubelnden Anhängern ausdrücklich Respekt. "Heute ist ein Tag der Freude. Aber wir wissen auch, dass es heute Landsleute gibt, die unglücklich sind und niemand sollte den Fehler begehen, sie zu beileidigen", sagte der 75-Jährige im Zentrum der Hauptstadt Montevideo. "Weder Sieger noch Besiegte", fügte er hinzu. Lacalle erkannte unterdessen seine Niederlage an. "José Mujica wird ab 1. März auch unser Präsident sein", sagte der konservative Politiker.
Mujica kündigte an, er werde mit allen politischen Kräften in Uruguay darüber sprechen, wie das Land gemeinsam nach vorne gebracht werden könne. "Dies hier (die gewählte Regierung) ist etwas Vorübergehendes. Das Dauerhafte ist nur das Volk", sagte Mujica. "Arm dran ist derjenige, der meint, die Macht sei bei denen da oben, und der nicht merkt, dass die wahre Macht im Herzen des Volkes ist", fügte er unter Applaus hinzu. "Es hat mich die Zeit eines Lebens gekostet, dass zu lernen. Wir werden Fehler machen, bestimmt, aber wir werden den Problemen nie den Rücken kehren", versprach der Wahlsieger, der sein Amt am 1. März antreten wird.
Der 74-jährige Mujica ist wegen seiner Vergangenheit in Uruguay nicht unumstritten. In den 60er Jahren gehörte er zu den Gründern der Tupamaros-Stadtguerilla. Während der Diktatur in den 70er und 80er Jahren saß er 14 Jahre im Gefängnis. Von 2005 bis 2008 war er Landwirtschaftsminister. In Umfragen hatte er zuletzt bis zu acht Prozentpunkte vor seinem Kontrahenten gelegen. Lacalle hatte im ersten Wahlgang rund 28 Prozent erreicht und am Sonntag auf die Stimmen von Anhängern gescheiterter Kandidaten gehofft.
Der beliebte Amtsinhaber Vázquez, der als erster Linkspolitiker an die Spitze Uruguays gewählt worden war, scheidet mit einer Rekordzustimmung von 71 Prozent aus dem Amt. In seiner Amtszeit hatte er die Arbeitslosigkeit gedrückt und den Anteil der Armen in der Bevölkerung zwischen 2007 und 2008 von 26 auf 20,5 Prozent verringert. Mujica hatte angekündigt, im Falle eines Wahlsiegs die moderate, reformorientierte Politik seines Vorgängers fortzusetzen.
Nachrichten Gran Canaria Kanaren

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen